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Auftaktveranstaltung im Aischtaler Filmtheater zur Bedeutung des Roten Kreuzes

Die Gründung des Roten Kreuzes erfolgte in einer Zeit, da in Europa Machtkonstellationen in grausamen Kriegen ausgefochten wurden und Erbfeindschaften zwischen Völkern bestanden. Jürgen Üblacker, Geschäftsführer des Roten Kreuzes, wies im Aischtaler Filmtheater anläßlich der Aufführung des Spielfilms „Rot auf dem Kreuz“ über das unermüdliche Engagement des Schweizers Henry Dunant darauf hin, daß auch in den gegenwärtig inszenierten Kriegen zahlreiche Verstöße gegen die Genfer Konventionen zu verzeichnen sind. So versuchten seinerzeit die USA zunächst dem Roten Kreuz die Hilfeleistung für die Kriegsopfer im Irak zu erschweren. Ergänzend fügte Werner Schramm hinzu, daß die US-Bomben 2001 auf ein eindeutig gekennzeichnetes Lagerhaus des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK in Kabul offensichtlich bezwecken sollten, daß die Hilfsgüter keinesfalls „Taliban“ zur Verfügung stehen. Henry Dunant hatte hingegen  die strikte Neutralität der Hilfe für alle Kriegsbetroffenen in den  Vordergrund gestellt. Sein „Wir alle sind Brüder“ hatte damals die Menschen  im Kriegsgebiet hin zu kooperativem Handeln buchstäblich elektrisiert.

Nach den Genfer Konventionen sind „Waffen, die unnötige Leiden oder massive  Umweltschäden verursachen, …verboten. Darunter fallen zum Beispiel biologische und chemische Waffen, Antipersonenminen und Brandwaffen.“ 2006 ratifizierten 151 Staaten ein Abkommen über Landminen. Ein Manko des Vertrages ist allerdings die Nichtbeteiligung der wichtigsten Minen-Herstellerländer. Es gebe also noch viel zu tun, so Jürgen Üblacker, und wir Bürger sollten uns nicht entmutigen lassen, denn „steter Tropfen höhlt den Stein“. Erwähnung fand auch Jakob Kellenberger,  derzeitiger Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK, Er  sieht auch gegenwärtig dringenden völkerrechtlichen Handlungsbedarf: „… Die  zentralen Ursachen für den Mangel an Einhaltung des Humanitären Rechtes [liegen]  am Mangel an politischem Willen, am Fehlen von Prävention und Kontrolle und fehlender Rechenschaftspflicht.“ Unser aller Zukunft hängt davon ab, statt mit noch mehr Rüstung zu friedlichen Konfliktlösungen zu kommen. Dem schlossen sich die Zuschauer gerne an.

Der Spielfilm läuft noch einmal im BRK-Heim Etzelskirchen am 8. Mai 2010.