Sommerfilmfest 2010 des Aischtaler Filmtheaters
In Zusammenarbeit mit Mobiles Kino Nürnberg und Lamm-Lichtspiele
Erlangen
Fasten
auf italienisch (F 2010
Der in Nizza lebende Dino Fabrizzi (Kad Merad) verkauft im schicken Anzug
erfolgreich Nobelkarossen, eine Beförderung steht an. Seine Freundin liebt es,
von ihm zärtlich mit "ragazza" angeredet zu werden. Die beiden wollen
bald heiraten. Doch Dinos Leben basiert nur auf Lug und Trug - in Wirklichkeit
heißt er Mourad Ben Saoud und ist Moslem. Als sein Vater nach einem Herzinfarkt
ihn bittet, den Ramadan an seiner Stelle zu begehen, gerät sein sorgsam
aufgebautes Lügengebäude ins Wanken: Er muss sich seiner wahren Identität
stellen.
Sonntag,
28.08.2011, 19.30 Uhr
Almanya –
Willkommen in Deutschland (D 2011)
Dem sechsjährigen Cenk Yilmaz, Sohn des türkischstämmigen Ali und dessen
deutscher Frau Gabi, stellt sich die Frage nach seiner Identität, als er in der
Schule weder in die türkische noch in die deutsche Fußballmannschaft gewählt
wird. Bei einer Familienfeier verkündet seine Großmutter Fatma die Einbürgerung
in Deutschland, während Großvater Hüseyin erklärt, dass er ein Haus in der Türkei
gekauft habe und mit der ganzen Familie dorthin fahren möchte. Cenks 22-jährige
Cousine Canan ist von ihrem britischen Freund David schwanger und hat die
Familie noch nicht davon unterrichtet. Gemeinsam fliegt die Großfamilie in den
Ferien in die Türkei und macht sich in einem Kleinbus auf den Weg nach Ostanatolien ins alte Heimatdorf, um das neu erstandene Haus zu
besichtigen. …
Montag, 29.08.2011, 19.30 Uhr
Dienstag, 30.08.2011, 19.30 Uhr
We want Sex (GB
2011)
Nach einer wahren Geschichte: Die Näherin Rita O’Grady führt
ein normales, unspektakuläres Leben. Sie ist Ehefrau, Mutter und arbeitet in
den Fordwerken von Dagenham.
Doch dann steht sie unverhofft an der Spitze einer 187-köpfigen Belegschaft,
muss die Frauen gegenüber Gewerkschaftsführern und Firmenbossen repräsentieren, obwohl
sie über keinerlei politische Erfahrung verfügt. Einerseits schüchtern und
unsicher, andererseits mit gesundem Menschenverstand und ausgeprägtem
Gerechtigkeitssinn ausgestattet, avanciert sie allmählich zur klassischen
„Heldin“: Sie demonstriert ungeahnte Fähigkeiten und Talente, erfindet sich
neu und bleibt dabei doch mit beiden Beinen auf dem Boden, bewahrt sich ihre
unprätentiöse Natürlichkeit. Eigentlich heißt das Transparent der
Demontrantinnen: We want Sexual Equality (Gleichberechtigung), doch der Wind
verkürzt das ganze. Ritas Weg von der unscheinbaren Arbeiterin zur Galionsfigur
von Arbeitskampf und Emanzipationsbewegung steht im Zentrum der
Ensemble-Geschichte. Ritas Gatte Eddie gibt sich durchaus Mühe, seine
streikende Frau zu unterstützen. Doch je länger die Auseinandersetzung
andauert, desto mehr kratzen Ritas Erfolge an seinem Selbstwertgefühl. Konkret
und beiläufig zugleich illustriert der Film hier, wie sich etwas verändert in
der Gesellschaft, wie Kräfteverhältnisse sich verschieben und eine neue
Balance entsteht. …
Mittwoch, 31.08.2011, 19.30
Uhr
The
King’s Speech (GB/USA 2010)
Der Film beginnt mit der Abschlussveranstaltung der British Empire Exhibition von 1925, bei der
Albert, der Herzog von York und zweitälteste Sohn von König Georg V., erstmals eine vom Hörfunk
übertragene Ansprache halten soll. Alberts Nervosität und sein Stottern
machen die Ansprache zu einem Fiasko. Nach zahlreichen erfolglosen Arztbesuchen
sucht Alberts Ehefrau Elisabeth den australischen Sprachtherapeuten und
Gelegenheitsschauspieler Lionel Logue auf, der durch seine unorthodoxen
Behandlungsmethoden auffällt. Als das Vereinigte Königreich nach dem deutschen
Angriff auf Polen dem Deutschen Reich am 3. September 1939 den
Krieg erklärt, bereitet sich der König auf seine bislang wichtigste
Rundfunkansprache vor. Logue wird zum Buckingham-Palast
gefahren, wo er mit dem König die Rede einstudiert und während der Übertragung
mimisch und gestisch Regie führt. …
Donnerstag, 01.09.2011, 19.30
Uhr
Filmkultur
e.V., Gablonzer Str. 20, Höchstadt (Nähe Grundschule Süd) Email: info@aischtaler-filmtheater.de