Schulprojekt in der Grundschule Höchstadt-Süd
In einem Projekt des Aischtaler Filmtheaters konnten Schüler aus den Klassen 3 und 4 der Grundschule Süd in die Geschichte von Film und Kinos hineinschnuppern. Gezeigt wurde ihnen der mühsame Erfinderweg von Reihenfotos über die mechanischen Lösungen des Filmtransports hin zum bewegten Bild auf der Kinoleinwand. Dabei wird das Auge sozusagen überlistet: Durch einen ausgeklügelten Wechsel von Bild und Dunkelschaltpause zum nächsten Bild wird die Illusion einer fließenden Bewegung erzeugt. Die Kinder konnten dies in einem einfachen Versuch nachvollziehen: Zwei Zeichnungen jeweils mit einem Vogel und einem Käfig sind auf der Vorder- und Rückseite eines Bierdeckels anzubringen. Sodann wird an jeder Seite ein Stück Schnur so befestigt, daß der Deckel schnell gedreht werden kann. Durch die Trägheit des Auges und die sogenannte „Nachbildwirkung“ entsteht der Eindruck, daß sich der Vogel im Käfig befindet.
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Die ersten kurzen Filmstreifen liefen auf Jahrmärkten, später in den ersten Kinos auch mit Musikuntermahlung. Sowohl die Kamera als auch der Projektor liefen zunächst mit einer Handkurbel, später mit Motorantrieb. Viel Spaß hatten die Kinder auch bei einem kurzen Streifen „Pat und Patachon“ aus der Stummfilmzeit, der die Tücken eines Umzugs zeigte. Der Projektleiter, Herr Werner Schramm, konnte den Schülern anhand eines Originalprojektors aus der Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts die grundlegenden Funktionen der Filmprojektion zeigen. Eine kurze filmische Zusammenfassung der Anfänge des Kinos und ihrer „Erfinder“ rundete den spannenden Vormittag ab. Obwohl der Stoff sehr anspruchsvoll und kompakt war, meisterten die Schüler ihn mit Bravour. |
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