Abschlußfest
zum Jahr des Friedens
Höchstadt 25.07.2009
Die Künstlerperformance "Sagt NEIN zum Krieg – Sagt JA zum Frieden" endete mit einer Versteigerung und Frau Johna wird nach der endgültigen Fertigstellung im Atelier von Thomas Richter das Kunstwerk der Stadt Höchstadt übergeben. Seinen würdigen Platz wünscht sie sich in der Kulturfabrik. Die Musiker Andreas Hösch und Olver Dannhauser verbanden während der Performance die verschiedenen textlichen Darlegungen. Werner Schramm, der Initiator, machte in seinen einleitenden Worten deutlich: „Eine Welt ohne Waffen und Krieg ist möglich – wenn wir es wollen – den Frieden riskieren und dafür aufstehen. … Die Erzwingung ‚freier Märkte’ in Afghanistan und anderswo geschieht gegen den Willen der Mehrheit der dortigen Bevölkerung - wieviele (junge) Menschen sollen dafür noch sinnlos sterben? Weder die Bevölkerung Afghanistans noch die des Irak will, was mit ihnen getrieben wird.“
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Manfred Diepold von der Deutschen Friedensgesellschaft zitierte aus Berta von Suttner, ihrer Begründerin, u.a.: „Eine ernstere Aufgabe gibt es nicht für uns als diese: brechen wir mit einer Politik, die nichts anderes ist als fortgesetzter Krieg.“
Und Vertreterinnen des Frauengesprächskreises Höchstadt trugen aus Wolfgang Borcherts 1947 verfaßtem Text: „Sag Nein!“ vor: „Mütter in allen Erdteilen, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder gebären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins: Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!“
Max Brehm, erster gewählter Bürgermeister von Höchstadt nach 1945 und Flüchtlingskommissar, schrieb seinerzeit: „Haben wir nicht durch den ersten Weltkrieg unsere Väter verloren? Standen wir nicht selbst im zweiten Weltkrieg draußen? Sind die furchtbaren Opfer unseres Volkes noch zu gering? Kann unsere Generation nicht endlich Frieden und Lebensglück verlangen? Wer darf nach solchen Erfahrungen das Recht einer Mitgestaltung des Staates verwehren? Die Regierung geht doch vom Volke aus!“
Geschlossen wurde mit einem Auszug einer Rede von Papst Paul II.: „Der Friede und das Völkerrecht sind eng miteinander verbunden: das Recht begünstigt den Frieden.“
Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung möchte weder Kampfeinsätze noch Krieg und die Zuschauer der Performance siganiliserten breite Zustimmung. Denn: Tatsache bleibt, daß die sogenannten „friedenserzwingenden Maßnahmen“ des Westens etwa im Irak (eine Million Tote, vier Millionen Flüchtlinge!) und in Afghanistan in den betroffenen Ländern nur Unterdrückung, Hunger, Zerstörung, radioaktive Verseuchung, verminte Felder und unermeßliches Leid hinterlassen haben.
Wie lange wollen wir
das noch dulden?