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Pressetext       

Kinodokumentarfilm „DEADLY DUST – Todesstaub“

Dokumentation eines Kriegsverbrechens

Es war der aus Sachsen stammende Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Horst-Siegwart Günther, der 1991 nach dem Golfkrieg im Irak, zum ersten Mal auf die höchst gefährlichen Nachwirkungen von so genannter Uranmunition (aus abgereichertem Uran, engl.: Depleted Uranium) hingewiesen hat, die dort im Krieg damals tonnenweise verschossen wurde.

Prof. Günther waren zu dieser Zeit im Universitätskrankenhaus von Bagdad Menschen mit unbekannten Krankheitssymptomen aufgefallen, die er in 40 Jahren Arbeit in dieser Region bisher nie gesehen hatte. Dabei entdeckte er auch viele entsetzlich missgebildete Säuglinge und Kinder, die meistens nicht lange lebten und dokumentierte die Fälle. Er diagnostizierte unter anderem schwere Störungen der Nieren- und Leberfunktion und ihm kam ein böser Verdacht: Er fürchtete diese Geschosse könnten radioaktiv sein. Darum ließ er an der Freien Universität von Berlin ein solches Geschoß untersuchen und fand danach folgende Zusammenhänge heraus: 

 

 

 

Regisseur
Frieder Wagner

Diese radioaktive und chemisch hoch toxische Munition bewirkt einen Zusammenbruch des Immunsystems mit der Folge von schweren Störungen der Nieren, der Leber und der Lunge. Dazu verursacht sie bösartige Hauttumore und andere Krebsarten sowie genetische Störungen. Betroffen sind nicht nur Soldaten beider Seiten, sondern auch die durch das jahrelange Embargo geschädigte Zivilbevölkerung. Eingeatmet verursacht dieser radioaktive Feinststaub Krebs. Mit dem Wind wird dieser Todesstaub um die ganze Welt getragen.
Nachdem dann bei verschiedenen Golfkriegsveteranen und ihren Kindern ähnlich unheilbare Krankheitssymptome auftraten wie bei den irakischen Soldaten und ihren Kindern, war für Günther und vielen anderen Wissenschaftlern der Fall klar: Die hoch toxischen und radioaktiven Munitionsreste verursachen diese Erkrankungen - ihre Anwendung ist ein Kriegsverbrechen!  Seitdem fordern diese Wissenschaftler das sofortige Verbot dieser Munition, die auch in Bosnien, im Kosovo und Irakkrieg 2003 wieder zum Einsatz kam und so inzwischen Hunderttausende schädigte. Nato und Pentagon leugnen bis heute diese Zusammenhänge, obwohl Wissenschaftler inzwischen nachgewiesen haben, dass sogar Spuren von Plutonium in vielen Urangeschossen zu finden sind - und Plutonium ist der giftigste Stoff der Welt.
Der Film begleitet Professor Günther noch einmal in den heutigen Irak und den Kosovo und dokumentiert so den gefährlichen und außergewöhnlich mutigen Einsatz des 80-jährigen rastlosen Arztes dieses kaum bekannte Kriegsverbrechen, das die ganze Menschheit bedroht, publik zu machen.

Bio- bzw. Filmographie
Frieder Wagner, Regisseur/Kameramann/Autor, Severinstr. 54a, 50678 Köln
Geboren 1942 in Benesow / CSSR.
Aufgewachsen und Schule bis Abitur in Hof a.d. Saale.
1966 – 1969        Kamera-Assistent bei Lucas Maria Böhmer, Gerard Vandenberg und
                            an de Bont.
Seit      1970         freier, Licht setzender Kameramann bei Werbung und Spiel.
            Verantwortlicher Kameramann für viele Dokumentationen mit Autoren und Filmemachern wie Helma Sanders, Leonore Paurat, Eckehard Garczyk, Luc Jochimsen, und Joash Tatari. Er erhielt für die von mir fotografierte Dokumentation 1982 den „Adolf Grimme Preis in Gold".
1981                    erhielt ich für die Kameraführung der Langzeit-Doku „Steck lieber mal was
                 ein“ mit dem Kollegen Carsten Müller den „Adolf Grimme Preis“ in Silber.
Seit      1982         bis heute eigene Filme und Dokumentationen in Personalunion als Autor,
Kameramann und Regisseur.
Beginn der Zusammenarbeit mit Elvira Ochoa und Gründung der  Ochoa-Wagner Filmproduktion.
Seit      1986         Zusammenarbeit mit dem ZDF und Entwicklung der 18-teiligen Kulturreihe
                                   „Wie Denken die Welt bestimmt“.
Ab       1992         große, auch investigative Dokumentationen für ARD, ZDF und WDR.
Es entstanden Dokumentationen wie z.B.:
„Clausewitz im Atomzeitalter“
„Ist erlaubt was machbar ist? - die Gentechnologie“
„Zum Gelde drängt doch alles - Monetarismus und Wirtschaftsethik“
„Die Schattenseiten der Macht - Machiavelli und die Moral in der Politik“.
„Der bittere Dank – Mustafa geht in Rente“
„Der Fall Elisabeth Käsemann – dass Du schweigst unter der Folter“
“Gesucht wird … ein verschwundenes Millionenerbe“
„Der General und die Opfer – Deutsche klagen gegen Pinochet“
und mit ARTE „Verschwörung des Schweigens“ usw.
2004 – 2006         „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“ (WDR-Reihe „die story"
            dafür „Europäischer Fernsehpreis“ bei der ÖKOMEDIA 2004.
Spielfilm Drehbuch „Elisabeth - verschwunden in Buenos Aires“
Arbeit an der 90-Min. Kinodokumentation „Deadly Dust – Todesstaub“ über die Uranmunition und die Folgen"

Köln, Dezember 2006     
Frieder Wagner